Hinter jeder Sprache verbirgt sich eine ganz einzigartige Welt. Manche Welten sind einander näher, manche sind sich sehr fern. Eine Übersetzung ist wie ein Fenster in so eine einmalige Welt. Je besser man sich in verschiedenen Welten auskennt, umso besser kann man sie auch mit einander vergleichen bzw. dem Leser Inhalte aus einer anderen Welt in der eigenen Sprache näher bringen.

Kumarajiva - Philosoph und Übersetzer
Das hatte bereits der buddhistische Mönch Kumarajiva erkannt, als er Texte aus dem Sanskrit ins chinesische übertrug: dabei lag ihm die Übertragung der Inhalte viel mehr am Herzen als eine wörtliche Übersetzung. Genau dies war auch seine Stärke, und sie ist der Grund, warum seine Übersetzungen noch heute späteren, wortgetreueren Übersetzungen oft vorgezogen werden.
Auch in unserer Zeit ist das Ziel einer Übersetzung die adäquate Vermittlung eines Inhaltes aus der einen Welt in die andere, aus der einen Sprache in die andere. Das scheint lediglich auf den ersten Blick bei solchen Sprachen einfacher zu sein, die sich näher stehen als das Sanskrit und das Chinesische.
Behind each language a unique world lies hidden. Some worlds are close to each other, others are far apart from each other. A translation is like a window into such a unique world. The more one is familiar with different worlds, the better one can compare them to each other or inform the reader in its own language about the contents of such a different world.
The buddhist monch Kumarajiva had already acknowledged this when he translated texts from the Sanskrit language into Chinese: his focus lay much more on transmitting its contents rather than on a litteral translation. This was exactly one of his strengths and this is also the reason why his translations are still often prefered to later, more to the word translations.
Also today, a translation should aim to adequatly communicate the contents of one world into another, from one language into the other. Only at first view this seams to be easier
with languages that are closer to each other than the Sanskrit and the Chinese.
Achter elke taal gaat een geheel éénmalige wereld schuil. Sommige werelden staan dichter bij elkaar, andere lijken in de verste verte niet op elkaar. Een vertaling is net
een raam in zo een bijzondere wereld. Hoe beter men bekend is met verschillende werelden des te beter kan men ze met elkaar vergelijken resp. de inhoud van een andere
wereld in de eigen taal aan de lezer te openbaren.